Rezepte für Deinen Sauerteig


In diesem Artikel möchten wir Dir einige wunderbare Sauerteig Rezepte zur Verfügung stellen. Sauerteig ist so unglaublich vielfältig. Du kannst Brot, Brötchen, Pizza, Crepes und sehr viel mehr auch mit Sauerteig machen und dadurch das Gebäck sowohl geschmacklich als auch ernährungsphysiologisch aufwerten. Wir wünschen Dir viel Spaß beim backen, experimentieren und natürlich genießen.
 

Roggenbrot mit Sauerteig Rezept


Diese Zutaten benötigst Du:
 

  • 910g Roggenvollkornmehl – am besten frisch gemahlen mit der eigenen Getreidemühle*
Roggen für Roggenmehl für Hefe Mischbrot
 
Wasserfilter
 
Aktiver Dinkelsauerteig im Fermentationsglas
Himalaya Steinsalz für Sauerteigbrot
 

Dieses Equipment brauchst Du:

Edelstahl Kastenform Brotbackform
 
Olivenholzschale
Dynamo Küchenwaage
 
 
Getreidemühle

nettes Zubehör:
 
Gärkörbchen
 
Teigschaber
 
Bäckerklinge
Sauerteig im Leinen Brotbeutel aufbewahren bzw. lagern
 
 

So wird’s gemacht - die einfach Anleitung für ein Sauerteigbrot:

 
Vorbereitung
1. Zuerst gibst Du Deinen aktiven Sauerteig zusammen mit Roggenmehl, gereinigtem Wasser und Steinsalz in eine Schüssel.

2. Das Ganze muss jetzt sehr gut geknetet werden, sodass sich die aktiven Mikroorganismen vom Sauerteig gut im gesamten Teig verteilen können. Wenn Du lange genug gearbeitet hast, ist ein klebriger Sauerteig entstanden.

3. Jetzt braucht der Sauerteig einfach nur seine Ruhe. Bei Zimmertemperatur ist die Arbeit nach 12 – 16 Stunden erledigt. Die kleinen Bakterien und Hefen arbeiten für Dich und der Teig geht auf. Am besten Du setzt den Teig am Abend zuvor an. So kannst Du seelenruhig schlafen und am Morgen sind die Mikroorganismen fertig.

Ganz wichtig – die Roggen Sauerteig Starterkultur muss aktiv sein – so stellst Du dies sicher:
Stelle sicher, dass Dein Sauerteig auch wirklich aktiv ist. Sofern Du Deinen Sauerteigansatz bei Zimmertemperatur lagerst und jeden Tag fütterst ist er auch noch sehr aktiv! Solltest Du Deinen Ansatz hingegen im Kühlschrank aufbewahren und nur einmal pro Woche frisches Wasser und Mehl hinzugeben ist etwas Aktivierungsarbeit erforderlich. In diesem Fall solltest Du Deinen Sauerteigansatz mindestens 1 Mal, besser 2 Mal aktivieren indem Du ihn fütterst. Damit ist gemeint, dass Du den Ansatz an zwei aufeinander folgenden Tagen füttern sollst um ihn zu aktivieren.

4. Nachdem der Teig gehen durfte 12 – 16 Stunden gehen durfte, gibst Du ihn in einen Backform. An der Stelle gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder Du kleidest die Backform mit Backpapier aus, Du fettest sie richtig ein oder Du fettest Sie ein und benetzt die gefettete Backform mit Mehl – quasi die Form panieren. In der Regel wird der Teig von allein in wenigen Minuten schön glatt. Du kannst aber auch etwas Wasser und einen Teigschaber nutzen und die Oberfläche, des in der Backform befindlichen Teiges glatt ziehen.
 
Tipp: Für’s Auge und für den Geschmack kannst Du die Oberfläche auch noch mit Saaten und Körnern verzieren. Dafür bieten sich beispielsweise Sonnenblumenkerne* an.

5. Die Kastenform mit dem Teig darf nun erneut reifen. Die Dauer des Reifungsprozesses ist grundsätzlich von der Aktivität des Teiges und der Raumtemperatur abhängig. Bei Raumtemperatur nimmt dieser Prozess zwischen 2,5 und 5 Stunden ein. Am besten Du deckst die Kastenform mit einem Tuch ab. Wir nutzen immer ein Geschirrtuch oder ein Leinentuch. Du könntest den Teig in der Form aber auch in eine hygienische Kunststofftüte packen und reifen lassen. Sobald die Oberfläche des Teiges aufbricht, also mit Rissen überzogen ist, kannst Du davon ausgehen, dass es Zeit ist zum nächsten Schritt über zu gehen. Das Backen kann beginnen.
 
6. Ofen vorbereiten: Für die Vorbereitung des Ofens sind 2 Schritte erforderlich. 1. Du heizt den Ofen für mindestens 30min auf 220°C hoch. 2. Du schiebst ein Gittern in die Mitte vom Ofen, auf dem die Kastenform stehen kann. Darunter, am besten auf die unterste Stufe schiebst Du ein Backblech. Später füllst Du es mit etwas sauberem Wasser (am besten gefiltertes Wasser!). Das Wasser soll im Ofen verdampfen und für ein gutes Klima während des Backprozesses sorgen.
 
7. Bevor Du die Kastenform jetzt in den Ofen schiebst benetze das Brot noch gut mit sauberem Wasser. Wenn der Teig im Ofen ist, schüttest Du wie in Schritt 6 angekündigt ca. 200ml sauberes Wasser auf das untere Blech. Sei schön vorsichtig, es wird sofort Dampf entstehen und Du solltest ganz schnell die Ofentür schließen. Sobald die erledigt ist, kannst Du die Temperatur auf 175°C reduzieren.
 
8. Nach ca. 90 Minuten ist das Brot fertig gebacken. Nun solltest Du es in der Form auf einem Gitter für ca. eine Stunde abkühlen lassen. Der Backprozess geht nämlich weiter. Das Brot ist noch sehr heiß, insbesondere im Inneren. Bis es vollständig abgekühlt ist backt es sozusagen weiter.

Fertiges Sauerteigbrot
 

FAQ - Häufige Fragen zu Sauerteigbrot

Jetzt hast Du hoffentlich erfolgreich ein leckeres Sauerteigbrot gebacken. Während der Vorbereitungen, des Backens und danach werden sich wahrscheinlich noch ein paar Fragen ergeben. Die häufigsten Fragen im Hinblick auf Dein Sauerteigbrot möchten wir Dir im Folgenden beantworten.
 

Wie erkenne ich, ob das selbst gemachte Roggensauerteigbrot auch gut durchgebacken ist?

Wenn Du das Brot aus dem Ofen nimmst und nicht sicher bist, ob es auch schon fertig ist, nimmst Du es aus dem Ofen und aus der Form (Vorsicht heiß!!!) und klopfst auf die Unterseite. Sofern es sich hohl anhört, ist Dein Sauerteigbrot gut durchgebacken.
 

Wie bekomme ich mein Sauerteigbrot noch knuspriger (Kruste)?

Wenn Du ein besonders knuspriges Brot willst und so sehr auf eine schöne Kruste stehst wie wir machst Du folgendes: Ungefähr 10 – 15 Minuten vor Ende des Backens, nimmst Du die Form aus dem Ofen, trennst diese vom fast fertig gebackenen Brot und gibst das Brot ohne die Backform wieder in den Ofen. In der verbleibenden Backzeit kann die äußere Schicht des Brotes noch besser austrocknen und es entsteht die sogenannte Kruste.
 

Wie kann ich mein selbst gebackenes Sauerteigbrot aufbewahren (lagern)?

Wie wir bereits erwähnt haben, bleibt Sauerteigbrot ohnehin schon länger frisch. Das liegt daran, dass Sauerteig die Feuchtigkeit besser halten kann und das entsprechend die Haltbarkeit des Brotes erhöht. So kannst Du Dein Sauerteigbrot bis zu 9 Tage lang aufbewahren. Je geringer die Sporenlast in der Umgebung ist, desto besser wirkt sich das auf die Haltbarkeit aus. Damit sind zum Beispiel auch Zimmerpflanzen bzw. deren Topferde gemeint. Für die Aufbewahrung eignet sich beispielsweise ein Brotkasten aus Holz, Ton oder Keramik. Aber auch Brottaschen bzw. Brotbeutel aus Leinen sorgen für gute Haltbarkeit des frischen Backwerkes. Bereits angeschnittenes Brot solltest Du auf die Schnittstelle stellen. So bleibt es länger frisch.

Brotbeutel aus 100 % Leinen*
Sauerteig im Leinen Brotbeutel aufbewahren bzw. lagern


Hier findest Du noch einmal die wichtigsten Infos:

Was ist Sauerteig?
Warum mit Sauerteig backen?
Sauerteig Herstell-Anleitung
Sauerteig - Häufige Fragen FAQ